Sonntag, 14. Februar 2010

3. Tag: Milchsuppe am Klöntalersee


Erste Erkenntnis: noch nicht an der Grenze des Materials angelangt! Mit dem neuen Woolrich Parka und der Merino Unterwäsche, dazu noch Thermosohlen – dürfte es noch um einiges kälter werden. Das sag ich jetzt aber nur als Bannspruch. Denn für die Schauspieler und Restcrew ist das natürlich kein Zuckerschlecken. Ich verrate nicht, was es mit der Braut und dem Eistaucher auf sich hat. Aber apropos Eistauchen: aus irgendeinem Grund ist dieser Klöntalersee ein Mekka für Eistaucher. Die gehen eine Viertelstunde unters Eis, üben ein bisschen die Orientierung und dass sie nicht an der Eisdecke kleben bleiben. Und das Ganze natürlich technisch hochgerüstet. Unsere Konkurrenzveranstaltung – die italienische Tauchergruppe – hatte dann allerdings Mühe mit dem Anlassen ihrer Privatautos.

Schwer zu verstehen ist, warum hier eisgetaucht wird: das Wasser dieses Stausees wird im Winter kontinuierlich abgelassen. Zur Zeit bis zu 50 cm pro Tag. Drum mussten wir ja so rasch drehen, damit zumindest noch ein Restwasser und Eis vorhanden ist.

Die Regie geriet einmal in Hektik, als sich im Wolkenschnee plötzlich ein Lichtstrahl zeigte: jetzt müssen wir die Schlusseinstellung drehen. Bitte rasch! – Rasch ist alledings beim Drehen ein dehnbarer Begriff. Das haben auch die Schulkinder am Idiotenhügel gemerkt, als sie zum x-ten Mal den Snowly begrüßen mussten. Aber das war ja schon am nächsten Drehtag.

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